Cham - Nachrichten 07.06.2011, 19:22 Uhr

Mithilfe der Drehleiter wurden drei Personen aus dem verrauchten Gebäude gerettet.
Falkenstein. Großalarm für Feuerwehren
und Rettungskräfte am gestrigen Dienstag: Kurz vor 17 Uhr kam es im
Gebäude der Christusbruderschaft, dem ehemaligen Falkensteiner
Krankenhaus, zu einem Schwelbrand in der Heizungsanlage. Drei Personen
mussten mit der Drehleiter aus ihren Zimmern gerettet werden, das
Hautgebäude war danach nicht mehr bewohnbar wegen der Rauchgase, obwohl
die Feuerwehren alle Räume durchlüfteten. Die Brüder und Schwestern der
Christusbruderschaft, die hier wohnen, konnten jedoch in einem
Nebengebäude untergebracht werden. Dank des umsichtigen, schnellen und
aufeinander eingespielten Einsatzes der Rettungskräfte gab es keine
schlimmeren Folgen.
Schwelbrand in der Heizungsanlage
Nach ersten Ermittlungen war das Steuergerät der Heizungsanlage defekt. Dadurch entstand ein Schwelbrand, der auf die Isolierung der Rohre übergriff. Dunkle Rauchschwaden stiegen auf und die Gefahr von giftigen Gasen bestand, die sich jedoch nicht bestätigte. Die Feuerwehr Falkenstein mit Unterstützung der Wehren aus der Umgebung hatte diesen Brand relativ rasch unter Kontrolle.
20 Rettungsfahrzeuge und Hubschrauber im Einsatz
Mithilfe der Drehleiter der Feuerwehr Roding wurden drei Personen aus dem oberen Stock des Gebäudes geborgen und einer notärztlichen Versorgung zugeführt. Sie wurden anschließend in Krankenhäuser eingeliefert. Laut BRK-Rettungsdienstleiter Michael Deiminger waren 20 Rettungsfahrzeuge mit 50 Mann, drei Notärzte und ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Nach der Bergung der drei Personen durchkämmten Trupps mit schwerem Atemschutz im Inneren des Gebäudes alle Räume, um sicherzustellen, dass sich niemand mehr darin befand. Kreisbrandrat Hans Weber war vor Ort und lobte die gute Zusammenarbeit der Wehren. 150 Feuerwehrleute waren eingesetzt. Brand-Schaden: rund 250.000 Euro.
Polizeimeldungen aus Bayern 07.06.2011, 00:00 Uhr
Bei dem Anwesen handelt es sich um ein evang. Wohnheim in der
Krankenhausstraße in Falkenstein. Zum Zeitpunkt des Brandes hielten sich im
Wohntrakt ca. 20 Personen auf. Wegen akuter Gefährdung der Menschen in dem
großräumigen Anwesen wurde von seiten der Hilfskräfte Großalarm ausgelöst.
Den Einsatzkräften gelang es schnell, den Schwelbrand unter Kontrolle zu
bringen und das Gebäude wieder rauchfrei zu machen. Alle Insassen wurden ins
Freie verbracht. Fünf von Ihnen erlitten eine Rauchvergiftung und wurden in
umliegende Krankenhäuser verbracht bzw. vor Ort behandelt.
Der Gebäudetrakt wurde stark in Mitleidenschaft gezogen, geschätzter Schaden
ca. 50.000 - 100.000 Euro. Die Bewohner wurden in einem Nebentrakt
untergebracht.
Bezüglich der Brandursache besteht derzeit die Vermutung, dass das Feuer im
Heizungsraum seinen Ausgang hatte und insoweit ein technischer Defekt
vorliegen könnte. Die diesbezüglichen Untersuchungen müssen aber noch
abgewartet werden.
Die polizeilichen Ermittlungen wurden an die Kriminalpolizei Regensburg
abgegeben.
Hervorragend klappte die Zusammenarbeit zwischen den eingesetzten
Feuerwehren, was auch der Kreisbrandrat des Landkreises Cham, Hans Weber,
bestätigte. Insgesamt waren 15 Feuerwehren, u.a. auch Brennberg und
Wiesenfelden aus den benachbarten Landkreisen, eingesetzt (ca. 150
Einsatzkräfte).
Auch der Rettungsdienst unter Koordination von Rettungsdienstleiter Michael
Daiminger war wegen der zunächst nicht bekannten Zahl von möglichen
Verletzten mit einem Großaufgebot vor Ort - 5 Notärzte, 20 Krankenwagen
sowie ein Rettungshubschrauber.